Am letzten Spieltag war Maria Rietz auf der Mitte ein Lichtblick.

Sieglos, aber nicht hoffnungslos

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Nach der Niederlage gegen Köln haben die Damen des TV Gladbeck nun Zeit, sich auf das Abstiegsduell gegen den PTSV Aachen vorzubereiten. Waldemar Zaleski erkennt Fortschritte

Sieben Spiele, sieben Niederlagen. Den Regionalliga-Volleyballerinnen des TV Gladbeck steht bereits Anfang November das Wasser schon wieder bis zum Hals. „Es wird“, sagte TVG-Trainer Waldemar Zaleski nach der jüngsten 1:3-Niederlage der Blau-Weißen gegen Tabellenführer FCJ Köln II, „langsam eng.“ Sofort fügte er aber an: „Der Klassenerhalt ist immer noch möglich.“

Am nächsten Wochenende ruht der Spielbetrieb in der Regionalliga. Diese kurze Pause kommt Zaleski durchaus gelegen: „In dieser Zeit kann ich mit den Mädels weiter arbeiten. Und sie können sich etwas beruhigen.“ Dann aber, am 18. November zählen für die Gladbeckerinnen eigentlich nur zwei oder am besten natürlich drei Punkte. An diesem Sonntag stellen sie sich nämlich zum Kellerduell bei der Zweitvertretung des PTSV Aachen vor. Die Gastgeberinnen sind Vorletzter und haben im bisherigen Saisonverlauf gerade einmal vier Sätze gewonnen – allerdings drei davon gegen den SC Union Lüdinghausen, so dass die Erstliga-Reserve aus Aachen drei Zähler auf der Habenseite hat. Einer mehr als der TV Gladbeck.

Für den TVG stehen sieben Satzgewinne zu Buche, aber nur zwei Zähler. Auf diese magere Ausbeute kann sich Waldemar Zaleski nach wie vor keinen richtigen Reim machen, weil die Leistungen der Seinen so schlecht ja gar nicht waren. Eigentlich hätte der Trainer in den letzten Wochen ja eine Platte auflegen können. Fast nach jedem Spiel betonte er, dass seine Mannschaft mehr oder weniger ebenbürtig gewesen sei, sie phasenweise gut Volleyball spiele und letztlich Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben hätten. So äußerte sich Zaleski auch nach der Begegnung mit Spitzenreiter FCJ Köln II am vergangenen Samstag in der Artur-Schirrmacher-Halle.

Mehr als eine Baustelle
Stellt sich die Frage, wo es anzusetzen gilt, um in Aachen erfolgreich zu spielen. Eine schwierige Frage. Denn die gravierendsten Probleme, die der TV Gladbeck in den bisherigen Partien offenbart hat, sind nicht in zwei, drei intensiven Übungseinheiten zu beheben. Erstens fehlt es der Mannschaft im Außen- und Diagonalangriff schlicht und ergreifend an Durchschlagskraft. Und zweitens machten sich – insbesondere gegen den FCJ Köln II – Abstimmungsprobleme in der Abwehr bemerkbar, die das Team immer wieder aus dem Rhythmus brachten.

„Das ist für eine neu zusammengestellte Mannschaft nichts Ungewöhnliches“, sagte Zaleski. Und: „Ich hatte die Hoffnung, dass wir diese Probleme schneller in den Griff bekommen, weil wir erfahrene Spielerinnen in unseren Reihen haben. Aber das ist leider nicht der Fall.“

Immerhin erkannte der Trainer auch Fortschritte. Gut sei gegen Köln beispielsweise Maria Rietz auf der Mitte gewesen. Zaleski: „Das Zusammenspiel mit Julia Frohleiks hat funktioniert.“ Und noch etwas hat in der Begegnung mit dem Spitzenreiter und auch schon in den Partien davor funktioniert: der Aufschlag. „Das ist mittlerweile ein stabiles Element“, so der TVG-Coach. Ansonsten aber wartet auf die Blau-Weißen noch sehr viel Arbeit ...

WAZ - 06.11.2018, Thomas Dieckhoff


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