Geballte Freude im Spiel gegen PTSV Aachen II. Foto: Oliver Mengedoht

TV Gladbeck ringt Aachen nieder

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Wie eine Woche zuvor in Köln gewinnen die abstiegsbedrohten Blau-Weißen ein bereits verloern geglaubtes Spiel noch mit 3:2

Die Fans des TV Gladbeck ahnten offenbar, dass das Spiel noch längst nicht enschieden war. "Jetzt geht's los", sangen sie lautstark, nachdem ihre Lieblinge im Abstiegskracher der Frauenvolleyball-Regionalliga den PTSV Aachen II den dritten Satz gewonnen hatten. Es hieß nur noch 1:2 aus Sicht der Gastgeberinnen. Und nun ging es tatsächlich los. Wie in der Vorwoche in Köln gewannen die Blau-Weißen schließlich die Partie noch mit 3:2.

Julia Frohleiks, die Kapitänin des TV Gladbeck, pustete erst einmal ganz tief durch. "Das war sehr wichtig", sagte sie nach dem 3:2-Erfolg über den Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Dass es anfangs nicht lief, führte Frohleiks auf die prekäre Lage der Mannschaft zurück: "Es geht ja um viel."

TVG kämpft mit Herz und Hingabe
Eine Erkenntnis des Saisonfinals 2018/2019 aber lautet: Der TV Gladbeck ist erst geschlagen, wenn der Matchball verwandelt worden ist. In Junkersdorf lag das Team um Trainer Waldemar Zaleski mit 0:2 Sätzen und 18:23 zurück. Gegen Aachen hieß es ähnlich aussichtslos 0:2 und 18:21. "Was die Mädels schon das ganze Jahr im kämpferischen Bereich abliefern, ist klasse", lobte der Coach der Blau-Weißen.

Wissend, dass die Seinen sich bis zum Ende wehren würden, blieb Zaleski zuversichtlich. Was gab er ihnen im dritten Durchgang in seiner zweiten Auszeit - es stand 14:18 - mit auf den Weg? "Erinnert euch an Köln." Julia Frohleiks & Co. taten offenbar genau das - und kämpften fortan mit Herz und Hingabe um jeden Ball. Der dritte Satz ging mit 25:22 an den TV Gladbeck, der vierte endete 25:18. Damit war den abstiegsbedrohten Blau-Weißen bereits ein Punkt sicher. "Damit hätte ich schon leben können", verriet Zaleski später.

Doch der TVG wollte jetzt mehr. Und es sah gut aus. Im fünften Satz erkämpften sich die Gladbeckerinnen eine 12:8-Führung. Plötzlich aber griffen die Schiedsrichter ins Spiel ein. Sie trafen gleich drei zumindest diskussionswürdige Entscheidungen gegen Blau-Weiß. Diskussionswürdig? Das sahen die Fans und TVG-Co-Trainer Andreas Packeisen ganz anders. Er beschwerte sich lautstark über die aus seiner Sichtunberechtigten Pfiffe. Dafür gab's die rote Karte - sprich: einen weiteren Punkt für Aachen. Nun stand es 12:12.

Doch auch das warf den TV Gladbeck nicht mehr um. Nach knapp 130 Minuten schmetterte Kim Smaniotto den Ball entschlossen in einen Doppelblock des Gegners. 15:13 -  der Rest war blau-weißer Jubel.

WAZ - 11.03.2019, Thomas Dieckhoff


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