Foto: Oliver Mengedoht

Zaleski schwört den TVG ein

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Der Trainer der Gladbeckerinnen glaubt nicht mehr an den direkten Klassenerhalt. Er sagt: „Ausstehende Spiele müssen gewonnen werden“

Waldemar Zaleski macht sich keine Illusionen mehr. „So, wie die Geschichte sich entwickelt hat, können wir den Klassenerhalt nur über die Relegation erreichen“, sagt der Trainer des abstiegsbedrohten Frauenvolleyball-Regionalligisten TV Gladbeck. Und weiter: „Die Spiele in Düsseldorf und gegen Werth/Bocholt müssen gewonnen werden.“

Lüdinghausen verpflichtet Cabanska
Nach dem schwer erkämpften 3:2-Heimerfolg am vergangenen Samstag gegen den PTSV Aachen II waren die Blau-Weißen noch zuversichtlich gewesen, den Erhalt der Regionalliga auf direktem Weg zu schaffen. Daran glauben sie inzwischen nicht mehr. Was mit der von Zaleski erwähnten „Geschichte“ zu tun hat. Der SC Union Lüdinghausen feierte nämlich einen Tag nach dem TVG-Sieg einen unerwarteten 3:0-Erfolg über den SC Grün-Weiß Paderborn. Und dabei wurde bekannt, dass der SCU in Sandra Cabanska noch kurzfristig eine überaus erfahrene Außenangreiferin verpflichtet hat.

Zur Einordnung: Zuletzt war die aus Polen stammende 32-Jährige für den Nord-Zweitligisten VfL Oythe aktiv gewesen. In der Oyther Meistersaison 2014/2015 wurde sie zur wertvollsten Spielerin der Klasse gekürt. Zaleski: „Cabanska ist für Lüdinghausen eine echte Verstärkung.“ Er zählt den SC Union mit dem Last-Minute-Zugang nicht mehr zu den Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

Der Blick auf die Tabelle zeigt, dass Lüdinghausen (19 Punkte, 17 Spiele absolviert) tatsächlich die besten Karten hat, dem Abstieg zu entgehen. Dahinter folgen der TV Gladbeck (17 Punkte/18 Spiele), der SC 99 Düsseldorf (17 Punkte/17 Spiele) und der PTSV Aachen II (12/17 Spiele). Zwei Mannschaften müssen runter, der Drittletzte hat die Chance, in der Relegation den Klassenerhalt zu schaffen.

Düsseldorf stellt sich in Herten vor
„Die Mädels“, verspricht Zaleski mit Blick auf die ausstehenden Spiele in Düsseldorf und Werth/Bocholt, „werden alles geben.“ Um seine Mannschaft auf den Abstiegskracher in Düsseldorf am 23. März optimal vorzubereiten, werden die Gladbecker am nächsten Samstag den Vergleich des SC 99 in Herten aufzeichnen lassen. „Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, um an Informationen über den Gegner zu kommen“, so der Trainer der Blau-Weißen.

Die Vorbereitung auf das Spiel gegen Düsseldorf hat beim TV Gladbeck, der zuletzt sowohl den Tabellenzweiten FCJ Köln II als auch Schlusslicht PTSV Aachen II mit 3:2 bezwingen konnte, bereits begonnen. Zaleski setzt im Saisonfinale auf die Rückkehr der erfahrenen Annahmespielerin Esin Aslan. Und außerdem baut das Team auf seine Anhänger, die ja bislang auch auswärts immer für Stimmung und in der Fremde schon manches Mal sogar für Heimspielatmosphäre gesorgt haben.

WAZ - 13.03.2019, Thomas Dieckhoff


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