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Turnverein Gladbeck 1912 e.V.


U16 wird Deutscher Meister 2022

  • Abteilung Volleyball TV Gladbeck

In einem spannenden Finale setzten sich die Blau-Weißen in einem nordrhein-westfälischen Duell gegen den RC Borken-Hoxfeld mit einem 2:0-Sieg durch und krönten sich verdient zum besten Team in ganz Deutschland.

Obwohl die Mädels insgesamt ein sehr souveränes Turnier spielten, gestaltete sich das erste Spiel im Sportpark München-Freiham schwerer als erwartet. Gegen die Auswahl von VG WiWa Hamburg starteten die Gladbeckerinnen mit viel zu vielen Fehlern und machten sich somit das Leben selbst schwer. In Satz eins bewiesen sie aber trotzdem Moral und sicherten sich in der Verlängerung den ersten Satzgewinn der Deutschen Meisterschaft mit 30:28. Auch der zweite Satz war noch weit entfernt von dem überragenden Auftreten, das die jungen Athletinnen im weiteren Verlauf des Turniers noch zeigen sollten. Dennoch konnte auch dieser Satz mit 25:20 gewonnen werden. Etwas unzufrieden aufgrund der gezeigten Leistung bejubelte das Gladbecker Team den ersten Sieg.

Das zweite Spiel ließ nicht lange auf sich warten. Gegner sollte der Bundesliga-Nachwuchs vom SC Potsdam sein, der zuvor die Mannschaft aus Dresden deutlich geschlagen hatte. Die Gladbeckerinnen begannen wie ausgewechselt, spielten souverän und fokussiert. Die Brandenburgerinnen hatten dem druckvollen Spiel der Blauhemden nichts entgegenzusetzen. Ein schnelles 2:0 (25:13, 25:8) war die Folge des dominanten Auftretens.

Im letzten Gruppenspiel warteten die Spielerinnen des Stützpunktes vom Dresdner SC auf die Mannschaft des TV Gladbeck. Die dominante Spielweise des zukünftigen deutschen Meisters setzte sich fort. Die Gladbecker Talente ließen dem Gegner keine Chance und gewannen dieses Spiel ebenfalls souverän mit 2:0 (25:18, 25:11). Der erste Platz in der Gruppe war gleichbedeutend mit dem direkten Einzug ins Viertelfinale. Der Gegner wurde noch in Überkreuzspielen ausgespielt, als das Gladbecker Team schon auf dem Weg zurück ins Hotel war.

Früh am nächsten Morgen kam es bereits zu diesem Viertelfinale, der Gegner kein Geringerer als der Schweriner SC. Die Gladbeckerinnen legten stark los, dominierten die Spielerinnen vom SSC am Netz und ließen immer wieder ihre enorme Qualität aufblitzen. Auch in diesem Spiel gewannen die Gladbecker Mädels deutlich mit 2:0 (25:16, 25:14).

Spätestens jetzt war allen in der Halle klar, dass die acht Talente aus dem kleinen Ort, von dem kaum jemand bisher etwas gehört hatte, zu den absoluten Favoriten auf den Titel gehören. Fragen, wo dieses Gladbeck denn liegt, beantwortete Coach Ioan „Nico“ Vasi stets mit der Gegenfrage: „Wissen Sie, wo Schalke liegt?“, um anschließend zu erklären, dass Gladbeck eine Nachbarstadt von Gelsenkirchen und der TVG zwar Landesleistungsstützpunkt, aber kein Bundesleistungszentrum ist.

Das Halbfinale bestritten die Blauhemden gegen FT 1844 Freiburg und damit einen Gegner ebenfalls ohne großen Namen eines Bundesligisten. Die Mannschaft um Kapitänin Julia Vasi und Jugendnationalspielerin Leana Grozer ließ dem Gegner aus dem Breisgau nicht den Hauch einer Chance. Ein deutliches 2:0 (25:8; 25:14) ließ die Gladbeckerinnen den Finaleinzug feiern.

Im Finale wartete dann ein ewiger Rivale, nämlich der RC Borken-Hoxfeld. Die Mannschaften kennen sich gut, denn diese Partie war auch schon das Finale der Landesmeisterschaft in NRW. In einem Spiel, in dem man beiden Teams die Müdigkeit anmerkte, setzten sich die TVG-Mädchen schließlich mittels bloßer Willenskraft durch. Am Ende stand ein 25:21 und 25:23 zu Buche, sodass gemeinsam mit den mitgereisten Fans, die die Mannschaft das ganze Wochenende lautstark unterstützt haben, der erste deutsche Meistertitel der Vereinsgeschichte gefeiert werden durfte - und das ohne einen einzigen Satzverlust.

„Diese Ergebnisse“, so der Trainer Vasi, „zeigen, wie gut die Mädels waren. Einfach top und ich freue mich unglaublich für sie.“

Mit der Deutschen Bahn traten die frisch gebackenen Deutschen Meisterinnen die Heimreise aus München an. An Schlaf war trotz Müdigkeit nach diesen zwei anstrengenden und unvergesslichen Tagen in Bayern nicht zu denken. „Stattdessen zeigten die Mädchen um Mitternacht am Kölner Bahnhof noch ein Tänzchen zu Cotton Eye Joe“, berichtet Coach „Nico“ Vasi lachend. Und irgendwann fielen dann alle mit einem breiten Grinsen geschafft und zufrieden ins Bett.

Deutscher Meister 2022 sind:
Amelie Brandstädter, Lea Finger, Leana Grozer, Sophia Lameck, Alicia Olikagu, Julia Schlüter, Julia Vasi und Jola Wormland.

Trainiert werden die Mädels von:
Ioan „Nico“ Vasi und Maximilian Sypitzki.


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